Photoshop und Lightroom dominieren die digitale Fotowelt. Doch mit seinem Zwang zum Abomodell hat Adobe viele Kunden verärgert und so mancher sucht nach Alternativen. Eine davon könnte ACDSee Ultimate heißen.

Ein Gustostückerl der neuen ACDSee-Versionen: Die kalendarische Fotoanschicht erleichtert den Überblick.
Ein Gustostückerl der neuen ACDSee-Versionen: Die kalendarische Fotoanschicht erleichtert den Überblick.

Der einstige Parade-Bildbrowser ACDSee ist mittlerweile zur vollwertigen und umfassenden Fotoanwendung gereift. Während die Standardedition in der neuen Version 19 sich noch auf die schnelle Bildanzeige und ordnergestützte Fotoverwaltung konzentriert, sind mit den ebenfalls runderneuerten Pro- und Ultimate-Varianten zwei Pakete geschnürt worden, die zum Teil hochwertige Verwaltungs- und Bearbeitungsaufgaben übernehmen.

Eine neue, gut propagierte Funktion ist die Möglichkeit, den Lightroom-Katalog direkt nach ACDSee zu konvertieren. Damit ist das Match mit Adobe offiziell eröffnet. Doch kann es der aufgemotzte Bildbrowser tatsächlich mit dem Platzhirsch aufnehmen?

Als vollwertige Lightroom-Alternative gehen ACDSee Pro und Ultimate allemal durch. In Sachen Bildverwaltung erübrigt sich hier sogar das einlesen in einen Katalog – ACDSee erfasst die Dateien direkt aus der Ordnerstruktur. Freilich, für schnelles Arbeiten und Bildersuche ist auch hier das Einlesen in einen internen Katalog nötig. Das kann aber vollautomatisch erfolgen und die Dateien bleiben wo sie sind.

Vor allem die neue Ultimate-Variante eifert aber auch Photoshop nach. Die Arbeit mit Ebenen, die non-desktruktiven Einstellungs-Layers und der neue Aktionen-Rekorder hebt das Software-Paket auf professionelles Niveau. Die Entwicklung dieser etablierten Funktionen fand allerdings schon Jahre, Jahrzehnte zuvor anderswo statt – ACDSee schließt hier erst jetzt auf. Gleiches gilt für neue Funktionen wie die automatische Objektivkorrektur, die Möglichkeit zu selektiven Auswahlen oder einer Snapshot-Option – für Lightroom-User nichts Neues. Immerhin hat man so auf ein gewisses Niveau nachgezogen.

Neu in ACDSee: Aktonen wie aus Photoshop bekannt
Neu in ACDSee: Aktonen wie aus Photoshop bekannt

Weiter geht ACDSee bei seiner ureigenen Kernkompetenz, der Bildverwaltung. Mit der neuen Fotoansicht lassen sich auch ganze Jahrgänge auf einer einzigen Oberfläche kalendarisch geordnet anzeigen. Das erleichtert die Bildsuche ungemein. Hier stellen die neuen Versionen den tonangebenden Konkurrent in den Schatten.

Fazit: ACDSee hat seine Hausaufgaben gemacht und deckt einen großen Teil der üblichen fotografischen Herausforderungen am Computer ab. Den Spezialisten von Adobe kann es in Sachen Bildbearbeitung noch nicht das Wasser reichen, bewegt sich mittlerweile allerdings auf hohem Niveau. Für die schnelle Fotoverwaltung hingegen ist ACDSee nach wie vor ein heißer Tipp.

ACDSee neu: Angriff auf den Platzhirsch

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